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KinderZentrum Augsubrg

Berufsvorbereitung

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) ist ein berufsvorbereitender Lehrgang für Jugendliche und junge Erwachsene, die damit die bisher noch fehlende Ausbildungs- und Arbeitsreife erreichen können. Meist geht es um handlungsbezogene Hilfen zur Berufswahl, dafür ist eine wichtige Grundlage, dass die Teilnehmer befähigt werden, ihre Stärken und Schwächen realistisch einzuschätzen.

Häufig geht es auch um eine Förderung der handwerklich-praktischen Voraussetzungen, um das Training der körperlichen Belastbarkeit, um Verbesserung der Aufmerksamkeit und Konzentration, um den Ausgleich einer retardierten körperlichen und psychosozialen Entwicklung. In der BvB gilt es, Stärken festzustellen und weiterzuentwickeln und die Auswirkungen behinderungsbedingter Schwächen zu minimieren.

Berufsschulunterricht ist in der Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung des Berufsbildungswerkes.

Die allermeisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden so 'ihren' Beruf und können nach der BvB die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bewältigen.

Die rehaspezifische Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) enthält verschiedene Qualifizierungsebenen: Eignungsanalyse, Grundstufe, Förderstufe und Übergangsqualifizierung.

Gesamtdauer der rehaspezifischen BvB für junge Menschen mit Behinderung, zur Zeit maximal 18 Monate

Die Qualifizierungsebenen:

In der Eignungsanalyse lernen sich die Teilnehmer/innen und die Mitarbeiter/innen kennen. Für jeden Teilnehmer wird ein Stärken–Schwächen–Profil erstellt. Sie dauert drei Wochen.

In der Grundstufe werden Voraussetzungen für die Aufnahme von Ausbildung bzw. Arbeit geschaffen. Sie dauert einschließlich Eignungsanalyse bis zu 6 Monate.

In der Förderstufe werden die beruflichen Grundfertigkeiten verbessert. Sie dauert für junge Menschen mit Behinderung bis zu 5 Monaten.

In der Übergangsqualifizierung werden ausbildungs- und arbeitsplatzbezogene Qualifikationen vermittelt. Die Übergangsqualifizierung endet, sobald ein Übergang in Ausbildung oder in eine qualifizierte Beschäftigung möglich ist. Sie dauert für junge Menschen, die nur an der Übergangsqualifizierung teilnehmen, bis zu 9 Monaten.

Der Ablauf der BvB wird mit dem Teilnehmer/der Teilnehmerin, den Sorgeberechtigten, der zuständigen Berufsberatung und der Bildungsbegleitung entschieden und koordiniert. Die meisten BvB-Teilnehmer/innen im Berufsbildungswerk durchlaufen nach einer Eignungsanalyse voraussichtlich die Grundstufe und die Förderstufe.

In der Grundstufe erproben die Teilnehmer/innen je nach individuellem Förder- und Qualifizierungsplan vier von acht angebotenen Berufsfeldern, jeweils vier Wochen:
Holz, Metall, Farbe, Gartenbau, Gestaltung (handwerklich-gestalterische Tätigkeiten mit verschiedenen Materialien), Bau und Holz, Service und Verkauf oder Ernährung und Hauswirtschaft. Praktika in Ausbildungswerkstätten des BBW sind vorgesehen.

Die Förderstufe findet in dem Berufsfeld statt, in dem der Teilnehmer/innen eine Ausbildung oder die berufliche Eingliederung anstrebt. Praktika in Ausbildungswerkstätten des BBW sind vorgesehen.

Die Übergangsqualifizierung kommt vor allem für Teilnehmer/innen in Frage, die noch nicht die Qualifikation für den Beginn einer Ausbildung oder für die Integration auf dem Arbeitsmarkt erworben haben. Praktika in den Ausbildungswerkstätten des BBW und betreute Betriebspraktika in der Region oder am Heimatort spielen eine besonders wichtige Rolle.