In der Berufsfindung geht es um die Berufswahl und um die Berufseignung, weniger um die Ausbildungsreife hinsichtlich psychosozialer Entwicklung, Sozialverhalten und Arbeitsstil. Die Teilnehmer sollen die beruflichen Anforderungen bestimmter Ausbildungen kennen lernen und sie sollen einschätzen lernen, ob sie für diese Ausbildungen geeignet sind.Die Abklärung der beruflichen Eignung dauert bis zu drei Monaten. Es werden mehrere der im Berufsbildungswerk angebotenen Ausbildungsberufe erprobt, pro Ausbildungsberuf dauert dies in der Regel zwischen zwei und vier Wochen. Die Teilnehmer sind in die Ausbildungswerkstätten integriert. Es werden für die entsprechende Ausbildung typische Übungsarbeiten gefertigt, aber auch bei produktiven Arbeiten wird mitgearbeitet. Die Teilnehmer erfahren, ob ihre körperlichen, handwerklich-praktischen und kognitiven Voraussetzungen für die Ausbildungen ausreichen: durch eigenes Tun, durch Vergleich mit den Leistungen der anderen Rehabilitanden und mit Hilfe von Beurteilungen. Je nach Fragestellung erfolgen medizinische und psychologische Untersuchungen. Die Schulleistungen werden ausführlich getestet. Die Teilnehmer besuchen ausgewählte Teile des Unterrichts an der Förderberufsschule im Berufsbildungswerk. Die Abklärung der beruflichen Eignung wird nach den Bedürfnissen jedes einzelnen Teilnehmers und nach der vorliegenden Fragestellung individuell gestaltet, deshalb planen Teilnehmer und BBW den Ablauf immer wieder gemeinsam. Vor Beginn sollten bei einer persönlichen Vorstellung des Teilnehmers die Inhalte besprochen werden, in der Regel gemeinsam mit einem seiner Sorgeberechtigten. Die Abklärung der beruflichen Eignung findet über das ganze Jahr statt.
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