Logopädie
Viele unserer lernbehinderten Rehabilitanden leiden zusätzlich unter Störungen der Sprache. Sprachliche Störungen beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität eines Jugendlichen, sondern behindern auch die Ausbildung und erschweren die berufliche Eingliederung.
Diesem Personenkreis steht ein Sprachheilpädagoge zur Seite und bietet spezielle Hilfe bei folgenden Sprachstörungen an:
Stottern
Es ist eine Redefluss- oder Sprechablaufstörung, bei der es nicht nur gelegentlich, sondern auffallend häufig zu Unterbrechungen im Redefluss kommt. Ein Stotterer weiß genau, was er sagen will, ist aber im Augenblick des Stotterns unfähig, die für die Umsetzung des sprachlichen Inhalts erforderlichen Artikulationsbewegungen fließend auszuführen.
Phonetisch-phonologische Störungen
Auch bei Jugendlichen ist es nicht selten, dass die Sprachlaute nicht korrekt gebildet und verwendet werden können. Es können einzelne oder mehrere Laute oder auch ganze Lautklassen betroffen sein, die fehlgebildet, ersetzt oder ausgelassen werden.
Semantisch-lexikalische Störungen
Semantisch-lexikalische Störungen sind durch Wortschatzdefizite sowie Wortfindungsstörungen gekennzeichnet.
Syntaktisch-morphologische Störungen
Hierunter versteht man Fehler im Satzbau und bei der Wortgestalt.
Näseln
Die Sprache hat einen näselnden Beiklang, dies tritt vor allem bei Jugendlichen mit Lippen - Kiefer - Gaumenspalte auf.
Poltern
Poltern ist eine Störung des Sprechens, welche sich oft durch zu schnelles, sporadisches, unorganisiertes und häufig nicht verständliches Sprechen auszeichnet. Menschen, die an Poltern leiden, verwirren ihre Zuhörer durch unvollständige und sprachlich unpassende Formulierungen, Satzabbrüche, Fehler in der Lautabfolge und Wortfindungsstörungen.
Der Sprachheilpädagoge übt mit Einzelnen oder Kleingruppen und leitet zu häuslichen Übungen an. Bei Bedarf weist er die Betreuer der Rehabilitanden in die Übungen ein oder erarbeitet mit diesen Übungskonzepte.