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KinderZentrum Augsubrg

Musical und Weihnachtsstern

Das Gelände des Förderungswerkes St. Nikolaus in Dürrlauingen wurde am Samstag, den 26. November, wieder in vorweihnachtliche Stimmung gebracht. An diesem Tag fand von 10 bis 18 Uhr der traditionelle Nikolausmarkt statt. 'Vor allem die Kinder sind jedes Jahr auf´s Neue begeistert', sagt Organisatorin Elisabeth Grimm. Auch diesmal waren es wieder weit über 4.000 Besucher aus Nah und fern. Damit zählt der Nikolausmarkt in Dürrlauingen zu den erfolgreichsten Veranstaltungen der Adventszeit in der Region.

Aushängeschild des Nikolausmarktes war einmal mehr das Musical. Drei Mal wurde das Stück 'Joseph' von rund 40 Schüler/innen der Fachschule für Heilerziehungspflege aufgeführt. Es handelt von der bekannten Bibelgeschichte um Joseph, der von seinen zwölf Brüdern verkauft wird. Sprache und Musik wurden allerdings in einen modernen Kontext gehoben und schon bei den Proben gab es viel Zustimmung und Lob. 'Die Schüler sind heuer besonders motiviert', sagte Jürgen Langer, einer der beteiligten Lehrer. Nach anfänglichem Zögern hätten sich die jungen Leute sehr engagiert eingebracht. Für Langer schließt sich mit dem diesjährigen Musical ein Kreis. 2002 hatte er am ersten großen Musical des Förderungswerks mitgewirkt, damals wurde ebenfalls 'Joseph' aufgeführt. Aber diesmal sei es ganz anders. Das merkte man auch an der modernen, teils rockigen Musik. 'Es macht richtig Spaß, und die Schüler freuen sich drauf'.


Aber nicht nur die angehenden Heilerziehungspfleger haben sich bemüht, ein attraktives Programm für den Nikolausmarkt zu gestalten. 'Das ganze Haus half mit, alle waren beteiligt', sagt Organisatorin Elisabeth Grimm. Traditionell öffneten auch die Werkstätten ihre Türen, informierten über die Berufe und boten ein Unterhaltungsprogramm für die Kleinen. Bei den Buchbindern konnten Kinder zum Beispiel Weihnachtssterne aus Pappe basteln, bei den Hauswirtschaftern ein Hexenhaus fertigen oder in den Räumen der Raumausstatter Schaumstofftiere ausschneiden. Erstmals öffnete auch die Förderschule ihre Türen zum Nikolausmarkt, informierte über ihre Angebote, bot Möglichkeiten zum Basteln und zeigte eine Kunstausstellung.

Heuer war auch wieder die beliebte Krippenausstellung zu sehen, die nur alle fünf Jahre gezeigt wird. Sie ist mittlerweile auf mehr als 40 Krippen angewachsen, die größtenteils von den Wohngruppen gebastelt wurden. Die Modelle sind aus Holz, Ton oder Filz, die Figuren teils von Hand geschnitzt. Neben den Kindern kamen aber auch Erwachsene auf ihre Kosten. Sei es beim adventlichen Markt oder in den Räumen der Werkstätten, die ihre Produkte und Ausstellungsstücke zum Kauf anboten. So gab es zum Beispiel Feuerkörbe oder Sofakissen.

Mit dem Nikolausmarkt 2011 ging für das Förderungswerk ein erfolgreiches Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen zu Ende. Vor 90 Jahren wurde die Einrichtung, die zur Katholischen Jugendfürsorge Augsburg gehört, gegründet. Sie kümmert sich in erster Linie um Kinder und Jugendliche mit Verhaltensproblemen und Lernschwächen und bietet ihnen die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu machen und einen Beruf zu erlernen. Sie bildet aber auch Heilerziehungspfleger aus, die dann später im Förderungswerk oder ähnlichen Einrichtungen als qualifizierte Fachkräfte geschätzt werden.

Und das war das Programm:

- Adventliche Weisen: um 10, 11.30, 14 und 16.30 Uhr spielte die Jugendblaskapelle St. Nikolaus auf dem Marktplatz

- Musical Joseph: 11, 13:30 und 15 Uhr in der Turnhalle der Förderberufsschule

- Orgelkonzert mit Meditation: 12 Uhr in der Hauskirche

- Tag der offenen Tür in allen Werkstätten: Kaffeehausmusik im Fachschul-Café, adventliches Basteln in der Heilpädagogischen Tagesstätte, offene Tür in einer Wohngruppe von 10 bis 18 Uhr

- Tag der offenen Tür in der Förderschule: Basteln, Infos und Kunst von 13 bis 16 Uhr

- Krippenausstellung bei den Landschaftsgärtnern

- Adventlicher Markt mit Geschenk- und Deko-Ideen und vielen Leckereien auf dem Marktplatz

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